Für ihr zweijähriges Forschungsprojekt “Ästhetisches Know-how. Sprache – Technologie – Medialität” führten Wissenschaftlerinnen des Instituts für systemische Medienforschung – LOOP. in Wien 15 Interviews mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit der ästhetischen Gestaltung von Texten beschäftigen.
“Erleben Sie Sprache mit allen Sinnen! Jedes Sprachmedium zeigt auf seine Weise, dass die sinnliche Erfahrung der Wirklichkeit die Grundlage der sprachlichen Abstraktion ist. Stimme, Schrift, Tonaufzeichnung und Video sind sowohl das Thema der Studie als auch die Medien des Forschungsprojekts. Sehen, hören und begreifen Sie selbst!“
“Grundsätzlich werden Texte in sechs Sprachmedien gestaltet und wahrgenommen”, erklärt Projektleiterin Katharina Gsöllpointner gegenüber derStandard.at. Dazu gehören Stimme, analoge und digitale Aufzeichnung der Stimme, Handschrift, Druckschrift und Digitalschrift. Die Wahrnehmung von Texten passiert “multimodal”, das heißt in diesem Fall mit fünf Sinnen. Schriftliche Texte werden also nicht nur visuell, sondern zum Beispiel auch auditiv oder haptisch wahrgenommen, mündliche Texte etwa auch in ihren kinästhetischen (“fließend”) oder visuellen Eigenschaften (“dunkle Stimme”). “KünstlerInnen nutzen diese Wahrnehmungsmodalitäten, um bestimmte Aspekte der Textbedeutung durch Medien, Materialien und Techniken ‚aufzuladen‘”, erklärt Gsöllpointner. “Sie tun dies besonders, indem sie ihre Texte und Kunstwerke medienreflexiv gestalten.”
Die Forschungsergebnisse lassen sich mit allen Sinnen auf der Projekthomepage www.sprachmedien.at aktiv ausprobieren und genießen.

